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Thema: Hasenkopf

Bebauung Hasenkopf: Unsere Position

Vor sieben Jahren hat sich die GLO nach langen schwierigen Diskussionen dazu entschieden, der Weiterentwicklung des Stadtteils Stadtwald durch die Hasenkopfbebauung zuzustimmen. Schließlich sieht sich die GLO in der Pflicht, Wohnraum, bezahlbaren Wohnraum und die zukünftige Stabilisierung des Stadtteils und eine solide Infrastruktur (die aktuelle drohende Schließung des kleinen Supermarktes ist ein Gegenbeispiel dafür) zu sichern, auch wenn dafür ein Stück Natur bebaut werden muss.

Allerdings haben die GLO-Ortsbeiratsmitglieder nur zugestimmt, um gewisse Bedingungen daran zu knüpfen, die den Stadtwald und Ockershausen lebenswerter machen. Auch hinsichtlich der Mehrbelastung durch 900 Einwohner und dem zusätzlichen Verkehr, der damit verbunden ist.

Zentrale Forderungen sind:

  • Minimaler Eingriff in Natur und Klima
  • 30 Prozent sozialer Wohnungsbau
  • Erstellung eines Verkehrskonzeptes zwischen Ockershausen und dem Stadtwald sowie ein übergeordnetes Konzept, das die westlichen Stadtteile insgesamt entlastet.

Verkehrskonzepte endlich umsetzen

Die GLO hat in den vergangenen Jahren mehrere Anläufe unternommen, Gespräche zu führen sowie Ideen, Vorschläge und Konzepte der Stadt zu unterbreiten. Allerdings ergebnislos. Seitens der Stadt gab es keine Reaktion.

So hat der Ortsbeirat am 19. August 2022 per Antrag nochmals formuliert, dass das bisherige Verkehrskonzept für Ockershausen neu überdacht werden muss: „Hierzu ist erforderlich, wie in unseren früheren Stellungnahmen bereits erläutert, eine Erhöhung der Taktung des ÖPNV, die Herrichtung von Radwegen und eine Verkehrsberuhigung beziehungsweise Verkehrsreduzierung im Ortskern ist umzusetzen. [...] Die Reduzierung des massiven Verkehrs wollen wir durch das Shared-Space-Konzept im Ortskern Ockershausen erreichen.“

Das Shared-Space-Konzept fordert die GLO bereits seit 2021, damit Ockershausen nicht im Verkehrskollaps untergeht. Selbst ein weiteres Gespräch im Februar 2023 mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung blieb im Nachhinein ergebnislos, obwohl eine schnelle Umsetzung zugesichert wurde. Eine Fahrradstraße im „Bachweg“ sollte schnell entstehen. Nichts ist passiert.

Die GLO fordert in diesem Zusammenhang eine schriftliche Verpflichtung!

Anstatt einer versprochenen Konzeption wurde seitens der Stadt eine Verkehrsanalyse präsentiert, die gelinde gesagt, sehr unbefriedigend ist. Auf Basis von zukünftigen Verkehren wurden „Horrorzahlen“ präsentiert. Das einzige Konzept, was die Stadt zur Verkehrsberuhigung anbietet, heißt „Move35“. Für die Ortbeiratsmitglieder und Ockershäuser blanke Theorie.

Darüber hinaus wird die Graf-von-Stauffenberg-Straße laut Modell mit bis 12.000 Fahrten pro Tag belastet. Die Anwohner sind heute schon mit rund 7.000 Fahrten arg strapaziert. Im Bereich Zwetschenweg/Stephan-Niderehe-Straße werden rund 8.000 Fahrzeuge erwartet. Das ist nicht tragbar. Hier muss die Stadt endlich Angebote machen, Konzepte erstellen. Und zwar ohne das hypothetische Modell „Move 35“.

Sozialen Wohnungsbau garantieren

Ein zweiter wichtiger Punkt für die GLO ist der Bau und Erhalt der Sozialwohnungen in dem zukünftigen Hasenkopf-Baugebiet. Hier fordert sie ebenfalls eine schriftlich fixierte Sicherheit, die den Erhalt der maximal 30 Prozent Sozialwohnungen garantiert. Auch über die gesetzlichen Abschreibungsfristen und dem wachsenden Kostendruck in der Bauwirtschaft hinaus.

Politische Glaubwürdigkeit und Akzeptanz

Die Passivität seitens der Stadt macht es für den Ortsvorsteher und die GLO-Ortsbeiratsmitglieder nunmehr unmöglich, in den Stadtteilen Ockershausen und Stadtwald Politik zu erklären beziehungsweise zu vertreten. Hier ist schneller und verbindlicher Handlungsbedarf unbedingt nötig. Die Glaubwürdigkeit der Politik schwindet immens und steigert unweigerlich Verdrossenheit!

Gesellschaft

Gelebte Gemeinschaft in Ockershausen

Wir fördern das gemeinschaftliche Leben in und neben den Vereinen sowie das tagtägliche Zusammenleben zwischen den Generationen. Dazu gehört das Entstehen des Mehrgenerationenplatzes. Aber auch die Sanierung der Wilfried-Sauer-Halle des TSV liegt uns am Herzen. Seit mehr als 20 Jahren sind wir dabei, dass die Turnhalle umgebaut wird und nicht das Geld im wahrsten Sinne des Wortes durch das undichte Dach geblasen wird.

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Initiativen „Gut Älterwerden in Ockershausen“ unterstützt und die Stadtteilfeste wie der Grenzgang, das Apfelfest und der 1. Mai am „Runden Baum“ organisiert werden. Wir stehen dafür ein, dass die Spielplätze, Fuß- und Radwege gepflegt, sauber und sicher sind. Letztlich setzen wir uns ebenfalls für unsere Naherholungsgebiete ein, damit sie weiterhin erlebbar sind und bleiben.

Wahl der Ortsvertreter ist entscheidend für die lokale Entwicklung

Von Ludwig Schneider, Ortsvorsteher

Die Ortsbeiratswahl ist ein zentrales Element der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland. Besonders für Stadtteile wie Ockershausen mit seinen unterschiedlichen Quartieren hat diese Wahl eine große Bedeutung, da sie die Möglichkeit bietet, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort direkt zu vertreten und zu gestalten.

Der Ortsbeirat Ockershausen ist ein gewähltes Gremium seit 2001, dass die Belange eines Stadtteils gegenüber dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und der Stadtverwaltung vertritt. Ockershausen ist ein lebendiger, vielfältiger Stadtteil mit einer eigenen Identität. Im Tal „Alt-Ockershausen“ mit einer über Jahrzenten gewachsenen Struktur, und auf dem Berg das Quartier „Stadtwald“, ein junges aufsteigendes Quartier, dass noch seine Strukturen finden muss.

Zudem fördert die Ortsbeiratswahl Bürgernähe und Mitbestimmung. Der Ortsbeirat ist das erste und barrierefreie Gremium, an das man sich bei Problemen wenden kann. In den öffentlichen Ortsbeiratssitzungen in Ockershausen, so ist es zumindest mein Stil, ermögliche ich den Bürgerinnen und Bürgern durch Unterbrechungen der Sitzung, ihre Anliegen direkt vorbringen zu können.

Die Ortsbeiratswahl in Ockershausen ist somit weit mehr als ein formaler Akt. Sie ist eine wichtige Gelegenheit, die Entwicklung des Stadtteils aktiv mitzugestalten. Jeder Bürger und jede Bürgerin sollte von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Erlauben Sie mir noch an dieser Stelle allen denjenigen zu danken, die sich für diesen liebens- und lebenswerten Stadtteil in den letzten Jahren durch ihr persönliches Engagement eingesetzt haben. Insbesondere danke ich den ausscheidenden Ortsbeiratsmitgliederinnen und Mitglieder über alle Fraktionen hinweg für Ihren Einsatz. Besonders möchte ich die angenehme und menschliche Zusammenarbeit, auch bei durchaus unterschiedlichen Meinungen in Sachfragen, erwähnen.

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